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 Normandie





 

Cateret und die kleine Kirchenruine am Strand .

 

14.04.2019

Der Mont Saint Michel liegt nicht weit weg, eine Stunde Autofahrt vielleicht. Die nördlich davon gelegene Halbinsel Cotentin ist bei Reisenden jedoch weitgehend unbekannt. Dabei gibt es hier einiges zu entdecken, den Ort Cateret zum Beispiel. Insbesondere die Gegend um den Ort herum sollte man sich auf jeden Fall einmal anschauen.

Der Name Cateret geht wohl auf die skandinavischen Wörter „reidh“ (Ankerplatz) und „kart“ (steiniger Platz) zurück und gibt den Charakter dieses Teils der Normandie sehr gut wider. Die Gegend ist rauh, geprägt durch den vielen Regen und den meist unablässig pfeifenden Winden. In früheren Jahrhunderten war es kein einfaches Leben hier und zumeist mussten die Menschen hart in der Landwirtschaft arbeiten um überleben zu können.

Carteret ist ein kleiner quirliger Ort, der insbesondere durch viele hübsch renovierte Steinhäuser aus den letzten 2 Jahrhunderten geprägt ist, Villen aus der Zeit der Belle Epoque, die sich am südlichen Hang des Kaps an den Bergrücken schmiegen, geben dem Ort Charme. Eine Vielzahl von Restaurants und Souvenirgeschäften unterstreichen, dass der Ort insbesondere vom einheimischen Tourismus lebt.

Vom Ort aus führt die Rue du Port in Richtung Westen zum Fährhafen. Es gibt einen regelmäßigen Fährverkehr mit den vor den Küsten liegenden Kanalinseln Jersey und Guernsey sowie zur kleinen Insel Sark. Während Jersey und Guernsey auch für touristische Entdeckungen interessant sind, ist das kleinere nur etwa 2 Km im Durchmesser zählende Sark eher uninteressant, zumal die meisten Fähren auch nur die zwei großen Inseln anlaufen. Neben dem Fährhafen gibt es einen großen Parkplatz, der auch als Stellplatz für Wohnmobile eine erlaubte Übernachtungsmöglichkeit bietet. Vom Parkplatz aus gelangt man auch zu dem wunderschönen Strand von Cateret. Hunde sind in der Saison nur morgens und abends geduldet.

Folgt man der Straße, kommt man nach ein paar hundert Metern zu einem weiteren Parkplatz, der nur für Pkws vorgesehen ist. Hier endet die Straße. Um zum Kap zu gelangen, muss man im Ort die Straße Rue du Cap oder die Route de la Corniche/Route des Deux Plages nehmen. Beim Übergang der Route de la Corniche in die Route des Deux Plages gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus ein gut 1 Kilometer langer Fussweg entlang des Kap ausgeht. Der Weg endet an der Ruine der Kirche Saint-Germain. Die kleine Kirche soll den Kern einer einfachen Ansiedlung gebildet haben. Aufgrund der exponierten Lage und des Vordringens der Dünen entwickelte sich der neue Ort jedoch weiter im Landesinneren. Der Strand an der alten Ruine ist wunderschön und zieht sich kilometerweit nach Norden. Hier kann man auch mit seinen Hunden ausgiebig Spass haben. Östlich des Strands ziehen sich einige Wanderwege, auf denen man das Land erkunden kann.

Südlich von Carteret schließt sich der Ort Barneville an. Barneville gliedert sich in zwei Bereiche: den eigentlichen Ort mit einer Reihe von Einkaufsmöglichkeiten und Barneville-Plage. Letzteres ist eine Ansammlung von Ferienhäusern, einigen Restaurants und einem Campingplatz, die sich entlang des Strandes ziehen. Der Hauptstrand von Barneville Plage wird in der Saison überwacht.

Etwa 10 Kilometer südlich von Barneville Plage liegt der kleine Ort Portbail. Sehr sehenswert ist die romanische Kirche Notre-Dame, die im 11. Jahrhundert errichtet wurde.Als "Monument historique" steht sie (wie auch die zweite Kirche im Ort) unter Denkmalschutz. Die Kirche wird als solche nicht mehr verwendet. Vielmehr ist sie während der Sommermonate Ausstellungsraum für wechselnde Künstler, die ihre Werke dort vorstellen (und auch verkaufen).

Text/Fotos: Klaus Buskohl

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